Botswana- Erleben Sie Safari-Feeling im Chobe Nationalpark

Posted by – Samstag, 12. September 2009

 Löwen Botswana
Foto: Ulla Trampert/Pixelio Pixelio

Wenn man an Safari denkt, sieht jeder wohl ein bisschen “Jenseits von Afrika” vor sich- die Tiere, die Farben, die Weite Afrika´s. Und wenn man dann drüber nachdenkt, wo man hinfährt, wenn man dies erleben möchte, dann kommt einem wohl am ehsten Kenya, der Krüger Nationalpark in Südafrika oder Tansania mit der Serengeti in den Sinn. Aber Botswana? Wo liegt das überhaupt?

Hintergrundinformationen zu Botswana:
Botswana ist ein 582.000 Quadratkilometer grosses Land, welches im Südosten u. Süden eine Grenze zu Südafrika besitzt, im Westen an Namibia und im Nordosten an Sambia und Simbabwe grenzt. 1,8 Millionen Menschen leben in Botswana und ihrer Hauptstadt Gaborone und machen das Land, das von seiner Fläche her grösser als Frankreich ist, zu einem der dünnbesiedelsten Länder der Erde.


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Geographisch macht große Teile des Landes die Kalahari, eine Halbwüste im Südteil des Landes aus: Sie besteht aus Savanne (Dorn- und Grassavannen). Daneben gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit zu großen Seen werden und an denen dann zahlreiche Wildtiere ihre Wasserstelle finden.
Die Amtssprache in Botswana ist englisch, welches auch an den Schulen und Universitäten unterrichtet wird. Die Kommunikation der Bevölkerung findet dennoch auf Setswana, einer Bantusprache statt.

Licht und Schatten in Botswana- Wirtschaftswachstum und AIDS:
Schatten: Wie in vielen Ländern Afrika´s ist auch in Botwana AIDS ein grosses Problem: ca. 36 % der Erwachsenen sind mit HIV infiziert – das ist die weltweit höchste Infizierungsrate. Die Krankheit und die damit verbundene hohe Sterblichkeit bedroht zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Lebenserwartung ist infolge der Krankheit auf erschreckend niedrige 31 Jahre im Jahr 2004 gesunken und der Staat hat erkannt, dass er handeln muss: seit 2002 werden im Rahmen eines staatlichen Programms kostenlos antiretrovirale Medikamente verteilt.
Ein anderes grosses Problem ist die Bildung: Botswana ist eines der wenigen Länder weltweit in dem trotz einer schon in den 80iger Jahren gestarteten Alphabetisierungskampagne seitens der Regierung immer noch keinerlei Schulpflicht besteht.

Licht: Botswana hat in den letzten Jahren verglichen mit anderen afrikanischen Staaten ein sehr hohes Wirtschaftswachstum, das sich auf durchschnittlich 9 % pro Jahr belief. Das Land hat sich von einem der ärmsten Länder der Erde zu einem Land mit mittlerem Einkommen entwickelt und verfügte über das höchste Kredit-Rating in Afrika. Die Wachstumsrate ist allerdings in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Wegen seiner politischen Stabilität, seiner wirtschaftlichen Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Lebensumstände wird Botswana aber oft auch als ein „Musterland“ Afrikas bezeichnet. Das hat einerseits damit zu tun, dass reichhaltige Diamantenminen entdeckt wurden, andererseits auch damit, dass das verdiente Geld überwiegend wieder in die Entwicklung des Landes investiert wurde.


Tiere und Nationalparks:
Das Einkommen Botswanas beruht auf neben der Erschließung von Bodenschätzen zunehmend auf Einnahmen aus dem Tourismus. Immer mehr Menschen kommen nach Botswana, um Tiere wie Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Zebras zu sehen, die Kalahari-Wüste zu besuchen oder sich am Vogelreichtum im Okavango-Delta zu erfreuen. Die Regierung Botswana´s fördert dies, allerdings durch einen ausgesucht teuren, luxuriösen Safari-Tourismus und damit automatisch weniger Touristen. Damit will man die Negativauswirkungen eines ungezügelten Massentourismus in Botswana verhindern.

Das Okavango-Delta ist mit seinen 20.000 Quadratkilometern das weltweit größte Binnenflussdelta und stellt aufgrund seiner spektakulären Sumpflandschaft und seines Tierreichtums eine begehrtes und überaus lohnendes Ziel für Safari-Touristen, Angler und Jäger dar. Der im Hochland von Angola entspringende Fluss Okavango fließt Richtung Süden nach Botswana. Auf einer Fläche von 1,6 Millionen Hektar Wasserflächen, Feuchtgebieten und Inseln lebt eine unvergleichbare Vielfalt an Tieren. Je nach jahreszeitbedingtem Wasserstand werden hier Safaris zu Land, typischerweise aber zu Wasser angeboten. Per Boot Boot lassen sich die zahlreichen Wasserstraßen erkunden und Antilopen, Elefanten, Büffel, Nashörner, Löwen, Krokodile und viele einheimische Vogelarten beobachten.

Der Besuch des Chobe Nationalparks ist ein absolutes Muss, denn er ist Botswanas wildreichstes Naturreservat. Der Nationalpark wurde 1967 als erster Nationalpark Botswanas gegründet und umfasst durch weitere Ausdehnungen in den 80iger Jahren heute ein rund 11.000 Quadratkilometer grosses Gebiet südlich des Chobe Flusses. Kein anderes Naturschutzgebiet im südlichen Afrika hat einen ähnlich hohen Wildbestand- allein 50.000 Elefanten leben hier, ansich viel zu viele Tiere für diese Fläche. Der südliche Parkabschnitt (Savuti) ist berühmt für seine Löwen- und Hyänen-Rudel. Giraffen, Gnus und Antilopen kann man ganze Jahr über sehen. Der Park bietet einmalige Eindrücke der afrikanischen Wildnis und macht unvergessliche Safaris möglich!

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Die Kalahari hingegen ist mit einer Fläche von mehr als 1,2 Mio Quadratkilometern eine Wüste aus feinpulverigem, rotem Sand. Sie erstreckt sich von der Nördlichen Kapprovinz in Südafrika durch Namibia und Botswana hindurch bis nach Angola und Sambia.

empfehlenswerte Literatur:

Klima und beste Reisezeit:
In Botswana herrscht trockenes Savannen- und Halbwüstenklima. Von Mai bis September herrscht Winter in Botswana und die Temperaturen liegen am Tag bei etwa 20 °C. Nachts kann es Frost geben und die Luftfeuchtigkeit beträgt bloss ca. 20 %. Von Oktober bis März ist in Sommer mit Durchschnittstemperaturen über 30 °C und wenig Abkühlung auch in den Nacht. Es kann in dieser Zeit ergiebig regnen, die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 70 %. Die ideale Reisezeit für Botswana liegt im September/Oktober. Die Tagestemperaturen erreichen in dieser Zeit nur 25 °C bis 30 °C, die Tiere sammeln sich aufgrund der Trockenheit bei den Wasserlöchern und können gut beobachtet werden. Von November bis Dezember gibt es viele Jungtiere. Allerdings ist dies auch die Zeit der Ferien in Südafrika, Vorausbuchungen für die Camps sind also unbedingt zu empfehlen.
In der Regenzeit (Mitte November bis Februar) bleiben einige Camps geschlossen, alle übrigen Regionen sind als Fly-in-Safari auch in dieser Zeit gut bereisbar. Die Tierwelt ist in dieser Zeit allerdings schwerer zu beobachten. Quelle: http://www.transafrika.org

Nützliche Links:
Einreisebedingungen/Sicherheitslage Botswana: Auswärtiges Amt
Medizinische Ratschläge für Botswana: Fit-for-Travel

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