Kann man das ganze noch als “neu” bezeichnen oder auch als “Trend”?
Jedenfalls ist es ein Phänomen, das um sich greift- früher war es Interrail, nun ist es “Couchsurfing”; reisen mit Familienanschluss.
Was muss man sich nun unter Couchsurfing vorstellen?
Wikipedia schreibt: “Couchsurfing ist ein kostenloses, internetbasiertes Gastfreundschaftsnetzwerk”. Fast schon ein bisschen religiös klingt das Konzept: “CouchSurfing versucht international Menschen und Orte zu vernetzen, Bildungsaustausch zu ermöglichen, Gemeinsinn zu verstärken, Toleranz und interkulturelle Beziehungen zu fördern. Als Gemeinschaft soll versucht werden, gemeinsam und als Einzelner zu einer besseren Welt beizutragen, der Austausch von Gastfreundschaft wird zum Mittel, dieses Ziel zu erreichen.”
| Übersetzt soll das heissen, dass Einheimische Gratis-Unterkünfte anbieten bzw. Besuchern ihre Stadt zeigen; dafür lernen sie andere Menschen kennen, können ihre Gäste ggf. selbst einmal besuchen oder lernen einfach nur viel über deren Kultur.
Das Portal Couchsurfing.org wurde 2004 vom Amerikaner Casey Fenton gegründet und verzeichnet heute mehr als 1,6 Millionen Mitglieder aus 231 Ländern. Wer hier Gast bzw. Gastgeber ist, muss ein gewisses Grundvertrauen in Menschen mitbringen. Um ein bisschen zu vermitteln, wer da möglicherweise am anderen Ende der Welt sitzt und mit wem ich demnächst meine Wohnung teile, füllen die Mitglieder eine Art Steckbrief aus – das sogenannte Profil. Dort berichtet der Couchsurfer über sich, seine Hobbys und sein Sofa. Manche zeigen auch ein paar Fotos. Um noch ein bisschen mehr Sicherheit zu bieten gibt es eine Kommentarfunktion, ein System zur Identitätsprüfung per Kreditkarte und ein gegenseitiges Bürgschaftssystem. |
Allerdings sind die Adressüberprüfung, Bewertungen und Bürgschaften freiwillig- und z.T. auch mit Kosten verbunden. Die meisten Gastgeber nehmen auch Besucher auf, von denen sie nur den selbst verfassten Steckbrief kennen- auch weil der Grundgedanke ja “unkompliziert” und möglichst “günstig” ist.
Der typische “Couchsurfer” entstammt der Backpacker-Szene, die meisten sind zwischen 18 und 35 Jahre alt und 79% der Couchsurfer kommen aus Europa oder Nordamerika.














