Malaria vermeiden- sicher reisen

Posted by – Mittwoch, 09. September 2009

Die Welt ist gross und es gibt viele tolle Reiseziele- insbesondere in den abgelegeneren Regionen abseits der ausgetrampelten Touristenpfade gibt es noch viele Länder und Regionen zu entdecken.

Mit dem Vordringen in immer exotischere Länder gibt es aber auch das Problem, dass Krankheiten im Urlaubsgebiet auftreten können, die örtliche Versorgung oft mangelhaft ist oder aber der Urlaub selbst unproblematisch verläuft aber zuhause das „böse Erwachen“ erfolgt, da man sich mit einem Erreger infiziert hat. (bei Malaria beträgt die Inkubationszeit z.B. 7-14 Tage)

Wichtig ist, dass man sich VOR und vor allem JEDER Reise, insbesondere aber vor solchen Reisen in abgelegenere Gebiete mit den medizinischen Gegebenheiten und Krankheiten vor Ort auseinandersetzt. Insbesondere bei Malaria handelt es sich um eine ernstzunehmende Krankheit, die (insbesondere bei der gefährlichsten Form, der Malaria tropica) tödlich enden kann!

Ein paar Fakten:

  • ca. 40 % der Weltpopulation in über 90 Ländern leben unter permanenter gesundheitlichen Bedrohung durch die Malaria
  • jedes Jahr erkranken weltweit jährlich zwischen 300 bis 500 Millionen Menschen an Malaria
  • über eine Millionen Menschen sterben jedes Jahr daran
  • 90 % aller Malariafälle treten in Afrika, südlich der Sahara auf
  • Malaria gibt es auch in Teilen Mittel- und Südamerikas, 4 europäischen Regionen, in 14 östliche, mediterranen Regionen und in 8 Regionen Südostasiens

Den besten Schutz vor Malaria stellt die Prophylaxe dar bzw. zumindest die frühzeitige Erkennung, denn auch dann ist die Malaria noch heilbar!


Es ist daher sinnvoll, die Tropeninstitute in den jeweiligen Städten zu besuchen und dort den Aufenthalt in dem jeweiligen Land zu besprechen (Dauer des Aufenthalts, Unterbringung, Art des Urlaubs (z.B. Safari/Hotel) etc. Der Arzt nimmt dann eine Risikoabwägung für Sie vor: reicht zum Bespiel ein Standby-Malaria Medikament (wenn plötzlich hohes Fieber auftritt) oder ist eine Malaria-Prophylaxe in Tablettenform sinnvoll? (diese Medikamente können erhebliche Nebenwirkungen haben, die jedoch in Kauf zu nehmen sind, wenn man in ein Hoch-Malaria Gebiet reist). Beide Medikamentengruppen sind zudem verschreibungspflichtig.

Eine Übersicht der Medikamente bzw. der Wirkstoffe findet sich unter:fit-for-travel

Den wichtigsten Schutz stellt jedoch der Schutz vor dem Mückenstich an sich dar: Also ein Land nicht unbedingt in der Regenzeit oder kurz danach zu bereisen, stehende Gewässer zu meiden, insbesondere in der Früh oder in der Dämmerung lange Kleidung zu tragen, diese ggf. zu impregnieren und die freie Haut zudem mit Lotions oder Sprays zu schützen. Weiteren Schutz bieten Mückennetze (Klimaanlage statt geöffnetem Fenster!) etc.

In jeder Apotheke ist z.B. Nobite oder Autan (Spray, Gel, Lotion zum Einreiben/sprühen) zu bekommen!




Sinnvoll ist wie gesagt, die individuelle Beratung in einem Tropeninstitut:

Deutschland
Berlin:
Institut f. Tropenmedizin Berlin
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Tel.: 030/ 30 11 66

München:
Infektions- und Tropeninstitut an der Ludwig-Maximilians-Universität
Leopoldstrasse 5
80802 München
Tel. 089/21 80- 35 17

Hamburg:
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Strasse 74
20359 Hamburg
Tel.: 040/ 428 18-0

Dresden:
Institut für Tropenmedizin
Friedrichstrasse 39
01067 Dresden
Tel.: 0351/ 480 38 05

Rostock:
Abt. für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten der Universität Rostock
Ernst- Heydemann-Str. 6
18056 Rostock
Tel.: 0381/4940

Österreich
Wien:
Institut f. Reise- und Tropenmedizin
Lenaugasse 19
1080 Wien
Tel.: 01/ 402 68 61-0

Graz:
Hygiene-Institut der Universität Graz
Universitätsplatz 4
8010 Graz

Schweiz
Basel:
Schweizerisches Tropeninstitut
Socinstrasse 57
4002 Basel
Tel. 061 284 81 11/ 82 22

0 Comments on Malaria vermeiden- sicher reisen

Respond | Trackback

Respond

Comments

Comments