![]() Foto: Reiner Sturm/Pixelio Pixelio |
Wandern liegt im Trend; fragt man im Freundes- und Bekanntenkreis herum, dann verbringen immer mehr ihre Freizeit in der Natur und beim Wandern.
Aber wie gross die Gruppe der Wanderfreunde ist, was Wanderer erwarten, wann sie wie oft wandern, wo und warum, darüber wurde eher spekuliert, als dass man Fakten kannte. Nun wurden auf der Reisemesse ITB in Berlin gleich zwei repräsentative Studien zum Wandertourismus veröffentlicht- mit einigen über- raschenden Informationen. |
Schon was Wandern eigentlich genau ist, war in den vielen Diskussionen der Vergangenheit oft nicht klar. «Es gab bislang keine Definition, wo Spazierengehen aufhört und wo Wandern anfängt», sagte Prof. Heinz-Dieter Quack vom Europäischen Tourismus Institut in Trier, der Autor einer Grundlagenstudie im Auftrag des Deutschen Wanderverbands ist.
Man definierte Wandern nun als Gehen in der Landschaft, das sowohl das mentale als auch das physische Wohlbefinden fördert, mindestens eine Stunde dauert, geplant wird und eine passende Ausrüstung erfordert.
So definiert sind 56% der Deutschen ab 16 Jahren “aktive Wanderer” das sind stattliche 39,8 Millionen Menschen!
Die Studie zeigt auch: Wanderer stehen nicht auf anstrengende Herausforderungen. Fast 50% bevorzugen moderate Wanderungen in eher leichtem bis hügeligem Gelände, nur 21% mögen anspruchsvolle Touren, bei denen grosse Höhenunterschiede zu überwinden sind.
Entsprechend wandern 40% gerne im Mittelgebirge; 29% wandern am liebsten im Flachland und in Küstenregionen. Nur 9% zieht es ins Hochgebirge.
Und noch ein paar Ergebnisse zeigte die Studie: Wandern muss nicht immer gleich eine ganz große Nummer sein. Die durchschnittliche Wanderung ist im Gegenteil nur 9,3 Kilometer lang (dauert also etwas über 2 Std). Und: Wandern ist eine Ganzjahresaktivität: Zwar ragen die Monate Juli bis September heraus, aber selbst im Januar sind noch 20% der Wanderer unterwegs. Im Oktober sind es 48, im November 25%.
Wandern verbindet, denn Wanderfreunde finden sich in allen Schichten der Bevölkerung – und der Anteil von Männern und Frauen ist in etwa gleich. Ein Trend gibt es jedoch schon: Die Bereitschaft zu wandern, steigt mit dem Alter rapide an. Der durchschnittliche Wanderer ist ca. 47 Jahre alt, was sicher auch mit einem stressigen Berufsalltag zu tun hat und dem Wunsch, Natur zu erleben und etwas für die Gesundheit zu tun.















