
Foto: Claus Bünnagel/Pixelio Pixelio
Es war keine leichte Zeit für den kenianischen Tourismus in der letzten Monaten und Jahren: Politische Unruhen und Terroranschläge haben der Tourismusindustrie in Kenia herbe Rückschläge versetzt. Nach und nach kommen die Touristen jedoch wieder zurück nach Kenia; ist doch die Kombination aus Indischem Ozean und Wildlife einfach einzigartig. Und das ist wichtig für Kenia, denn der Anteil des Tourismus am Bruttosozialprodukt beträgt inzwischen bereits 10%- er ist der bedeutendste Arbeitgeber und der größte Devisenbringer des Landes.
Sie wollen Kenia bereisen? Gut, dann möchte ich Ihnen das Land, seine Menschen und Tiere kurz vorstellen:
Hintergrund:
Kenia liegt im Osten Afrika´s und grenzt an den Sudan, Äthiopien, Somalia, Tansania und Uganda. Das Land ist in etwa 580.000 Quadratkilometer gross, ca. 39 Mio Menschen leben hier, was einer Bevölkerungsdichte von 67 Einwohnern/Quadratkilometern entspricht. Die Hauptstadt Kenia´s ist Nairobi mit 2,8 Mio Einwohnern auch die grösste kenianische Stadt.
Die meisten Einwohner Kenias gehören bantusprachigen Volksgruppen an. Mit 22% machen die Kikuyu die grösste Bevölkerungsgruppe aus, gefolgt von den die Luhya mit 14%.
Etwa 70% der Bevölkerung sind Christen und mindestens 10% der Kenianer werden den traditionellen afrikanischen Naturreligionen zugerechnet.
Wirtschaftliche Situation Kenia´s:
Kenias BSP ist in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich gewachsen. Da allerdings auch die Bevölkerung überdurchschnittlich gewachsen ist, hat dies nicht in einer wesentlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse der meisten Kenianer geführt.
Kenia besitzt keine nennenswerten Bodenschätze; Haupteinnahmequellen sind Erlöse aus Kaffee- und Tee-Export, aus der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil) und aus dem Tourismus.
Tourismus und Nationalparks:
In Kenia gibt es viele unterschiedlichen Landschaften, die charakteristisch für den afrikanischen Kontinent sind. Schöne Küstengebiete und ein ausgedehntes Korallenriff, weite Savannen mit Großwildtieren, schneebedeckte Gipfel, Wüste und ein kleiner Dschungel (Regenwald). Dies alles ist im wesentlichen für den Tourismus erschlossen, sowohl was den Massentourismus – Badetourismus vor allem an der Küste – aber auch den Individualtourismus – eher im Landesinneren, z. B. bei der Besteigung des Mount Kenya – angeht. Tragendes Element des Tourismus sind neben den weißen Stränden an der Küste die großen Nationalparks. (Quelle: Wikipedia)
Es gibt mehrere Nationalparks in Kenia: der grösste ist der Tsavo-Nationalpark, der bekannteste jedoch die Massai Mara
Der Name der Massai Mara stammt zu einem nach dem in diesem Gebiet lebenden Volksstamm der Massai. Der Teil „Mara“ (aus der Sprache Swahili) bedeutet „gepunktet“ oder „gefleckt“ und bezieht sich auf das Erscheinungsbild der Landschaft: von oben betrachtet sehen die vielen, einzeln stehenden Bäume in der Savanne aus wie Punkte.
Die Massai Mara ist eine der bedeutensten Tierschutzgebiete in Afrikas. Sie steht damit auf einer Stufe mit dem Krüger Nationalpark in Südafrika und dem Etosha Nationalpark in Namibia.
Wenn man ganz genau sein will, dann ist die Massai Mara kein Nationalpark, sondern ein National Reserve! Der Hauptunterschied liegt darin, dass es den hier lebenden Masai erlaubt ist, ihre Rinder weiden zu lassen. In Nationalparks hingegen genießen die Wildtiere absoluten Vorrang. Die Hirten mussen mit der “natürlichen Bedrohung” leben und erhalten für gerissene Rinder eine Entschädigung von der Parkverwaltung.
Die Massai ist die wohl die bekannteste Volksgruppe Ostafrikas. Sie als Krieger und Viehhirten berühmt. Es gibt ca. eine Million Masai in Afrika, davon leben 350.000 bis 500.000 in Kenia und Tansania.
+++TIP+++
Wenn Sie können, planen Sie eine Reise nach Kenia in die Massai Mara zur Zeit der Great Migration -der großen Wanderung von Juli bis Oktober!
Riesige Gnuherden (bis zu 2 Millionen Tiere), Zebras und Antilopen begeben sich auf der Suche nach besseren Weidegründen aus der südlichen Serengeti in die Massai Mara. In deren Schlepptau Löwen, Geparden, Hyänen und Aasfresser wie Geier und Marabus. Bei der Überquerung des Mara-Flusses lauert eine weitere Gefahr durch die dort lebenden Krokodile. WILDLIFE PUR!
Von November bis Januar ziehen die Gnus die gleiche Route wieder zurück in die südliche Serengeti.
+++TIP+++
empfehlenswerte Literatur:
Wichtige Verhaltensregeln für Kenia:
Drogendelikte stehen schon bei Geringfügigkeit unter harter Strafe, gleiches gilt für den unerlaubten Waffenbesitz. Dabei ist zu beachten, dass auch Gas- und Spielzeugpistolen, CS-Gas und Pfefferspray als Waffen klassifiziert sind. Das Fotografieren von Einrichtungen, die als militärisch und/oder sicherheitsrelevant gelten können (z.B. Flughafen, offizielle Regierungsgebäude usw.), ist verboten. Homosexuelles Verhalten ist unter Strafe gestellt. Es besteht ein weitreichender Schutz der Nichtraucher in Kenia. Das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist demnach weitgehend verboten.
Die Küstenregion Kenias ist islamisch geprägt, insbesondere der Norden. Reisende sollten darauf Rücksicht nehmen und ihr Verhalten entsprechend anpassen. FKK und “Oben-ohne” sind grundsätzlich verboten! (Quelle: Geo.de)
Feiertage in Kenia:
Nationalfeiertag: 12. Dezember: Unabhängigkeitstag (1963).
1. Januar: Neujahrstag, 2. April: Karfreitag, 5. April: Ostermontag, 1. Mai: Tag der Arbeit, 1. Juni: 1963 – Madaraka-Tag, Gewährung der inneren Selbstregierung, 10. September: Islamischer Fastenmonat – Ende, 20. Oktober: Keniatta-Tag, 25./ 26. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
(Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Die angegebenen Daten beziehen sich auf 2010)
Klima und beste Reisezeit:
Die beste Reisezeit für Kenia ist von Mitte Dezember bis Mitte März und von Juni bis Oktober. Da während der anderen Monate Regenzeit herrscht und sowohl eine Safari kaum möglich ist und auch das Klima an der Küste unangenehm schwül ist, sollte man die diese Reisezeiten recht genau beachten.
| Klima Massai Mara | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
| Max. Temperaturen | 25 | 26 | 26 | 24 | 22 | 21 | 22 | 22 | 24 | 25 | 24 | 23 |
| Min. Temperaturen | 11 | 12 | 12 | 13 | 13 | 10 | 10 | 10 | 11 | 12 | 13 | 12 |
| Sonnenstunden | 9 | 9 | 8 | 7 | 6 | 6 | 5 | 5 | 6 | 7 | 7 | 8 |
| Regentage | 9 | 7 | 12 | 18 | 18 | 8 | 6 | 5 | 7 | 8 | 15 | 11 |
| Klima Mombasa | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
| Max. Temperaturen | 32 | 32 | 33 | 31 | 29 | 29 | 30 | 29 | 29 | 30 | 31 | 32 |
| Min. Temperaturen | 23 | 24 | 24 | 24 | 23 | 21 | 20 | 20 | 21 | 22 | 23 | 23 |
| Sonnenstunden | 9 | 9 | 8 | 8 | 6 | 8 | 7 | 8 | 9 | 9 | 8 | 9 |
| Regentage | 5 | 3 | 7 | 14 | 16 | 12 | 11 | 10 | 9 | 12 | 10 | 6 |
Nützliche Links:
Einreisebedingungen/Sicherheitslage Kenia: Auswärtiges Amt
Medizinische Ratschläge für Kenia: Fit-for-Travel

















