Category: Bhutan

Bhutan- Land des Donnerdrachens

Posted by – Mittwoch, 14. Oktober 2009

 Bhutan
Foto: kathy1976/Pixelio Pixelio

Königreich Bhutan- Land des Donnerdrachens.
Allein schon der Name weckt die Neugier, mehr über dieses Land im Himalaya zu erfahren.
Auf nach Bhutan- das Land lohnt sich, zu bereisen!

Land des Donnerdrachens ist tatsächlich der Name für Buthan (Druk Yul lautet der Name Bhutans in der Landessprache), welches in Südostasien liegt und im Norden an Tibet (China) grenzt.
Die Hauptstadt von Bhutan heisst Thimphu und die Landessprache ist Dzongkha, wobei noch zahlreiche weitere tibeto-birmanische Sprachen und Dialekte gesprochen werden.


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Bhutan ist ein kleines Land mit einer Fläche von 38.400 Quadratkilometern (damit etwa genauso gross wie die Schweiz) und gerade mal 690.000 Einwohnern.
Bhutan und der Himalaya- das gehört zusammen: Über 80% des Landes liegen über 2.000 Meter Höhe.

Kein Königreich ohne König; der in Bhutan heisst Jigme Khesar Namgyel Wangchuck und wurde im Jahr 2008 von seinem Vater zum “Drachenkönig” gekrönt und ist aktuell der jüngste König weltweit.

Hintergrundinformationen zu Bhutan:
Bhutan bereisen, das heisst ein bisschen “eine andere Welt” zu betreten:
Das zwischen Indien und China eingezwängte kleine Königreich war jahrhundertelang von der Außenwelt komplett abgeschnitten. Bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es weder Straßen, Schulen, noch Krankenhäuser und Strom. Auch heute noch ist ein Großteil des Landes unerschlossen.

Wie in vielen asiatischen Ländern spielt die Religion eine wichtige Rolle, wobei Bhutan ist das einzige Land der Welt ist, welches offiziell dem Vajrayana-Buddhismus, der tantrischen Form des Mahayana-Buddhismus folgt. Der Buddhismus prägt die Kultur Bhutans überall: Bei der traditionellen Architektur haben alle Bauelemente, Proportionen, Farben eine religiöse Bedeutung und sind entsprechend ausgewählt. Sie sollen sicherstellen, dass die guten Geister Zutritt in die Gebäude haben, die bösen Geister jedoch ferngehalten werden.
Im ganzen Land wird man sog. Chorten entdecken. Das sind kleine Steinbauten die ebenfalls böse Geister abwehren und Einheimische wie Reisende vor Gefahren schützen sollen.
Noch häufiger anzutreffen und typisch für Bhutan sind die Gebetsfahnen an Berghängen, Brücken und hohen Pässen. Sie sollen die Gebete an die Götter übermitteln und so die immerwährende Kommunikation mit dem Himmel aufrechterhalten.

Der Umwelt- und Naturschutz spielt in Bhutan eine ganze zentrale Rolle; alles wird ihm untergeordnet, weshalb das Land über eine Naturbelassenheit verfügt, die nahezu unvergleichlich auf der Welt ist. Den Kindern wird schon in der Schule beigebracht, achtsam mit Natur und Umwelt umzugehen und vieles wird praktisch, direkt draußen in der Natur, gelehrt. Ein Großteil der Landesfläche wird inzwischen von Naturschutzgebieten eingenommen.

Die “andere Welt” zeigt sich auch darin, dass es erst seit 1999 Fernsehen gibt. Bhutan war damit das letzte Land der Erde, in der das Fernsehen Einzug hielt. Das Fernsehen ist inhaltlich jedoch hauptsächlich der königlichen Familie sowie gesundheitlichen Themen gewidmet. Ebenfalls erst seit jüngster Zeit, genauer gesagt seit 2004 sind Mobiltelefone erlaubt.

empfehlenswerte Literatur:

Sehenswürdigkeiten in Bhutan:

  • In und um Bumthang kann man die religiösen Stätten Jampa-Lkakhang und Kurjey-Lhakhang besuchen. Kurjey gehört zu den heiligsten Orten und es heisst, dass der Jampa-Lkakhang im 7. Jahrhundert als erster Tempel Bhutans eingeweiht wurde.
  • Der Kyichu-Dzong, die älteste Tempelstätte Bhutans, zählt zu den wichtigsten Tempeln des Landes.
  • In der Hauptstadt Thimphu findet sich Tashichho-Dzong, die Klosterburg der glorreichen Religion, die ohne einen einzigen Nagel gebaut sein soll. Sie ist Amtssitz des Königs. 2.000 Minister und Beamte sowie 1.000 Mönche arbeiten hier.
  • Aus Thimpu kommend gibt es eine Straße nach Punaka. In 3.050 Metern Höhe befindet sich die Passhöhe des Dochu-La. Bei klarer Sicht hat man von hier oben einen grossartigen Blick auf die Berge des östlichen Himalaja.
  • Das Kloster Taksang, das sog. Tigernest ist ein Kloster welches auf einem Felsvorsprung in 3.000 Meter Höhe über dem Parotal liegt. Es gehört zu den heiligsten Pilgerstätten Bhutans. Der Name “Tigernest” entstammt einer Legende, wonach Guru Rinpoche, der Gründer des Buddhismus im Bhutan, auf dem Rücken einer Tigerin auf diesen Felsvorsprung flog. Als Tourist haben Sie es heute deutlich leichter als die Pilger die das Kloster zu Fuss erklimmen: Sie werden von Eseln bis zum Teehaus getragen, dem Aussichtspunkt auf dem “Tigernest”.
  • Um die kulturellen Wurzeln und Traditionen Bhutans kennenzulernen, besucht man am besten eines der vielen religiösen Feste, bei denenTanz und Gesang ebenso im Vordergrund stehen wie der Nationalsport, das Bogenschießen.
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 Bhutan Bogenschiessen
Foto: gayyag/Pixelio Pixelio

Speisen:
Das Essen in Bhutan ist stark von der indischen, chinesischen und tibetischen Küche beeinflusst. Aus religiösen Gründen wird auf Schweinefleisch und Rindfleisch verzichtet. Überall gibt es frischen Tee, Mineralwasser und das einheimische Bier Chang.

Bhutan bereisen:
Nun ist es gar nicht so einfach, nach Bhutan zu kommen- auch wenn man sich für dieses Reiseziel entschieden hat. Zwar ist es nicht so, wie es fälschlicherweise oft in den Reiseführern steht, dass das Land die Zahl der Touristen auf eine bestimmte Zahl beschränkt wird (häufig werden 5.000 Touristen pro Jahr genannt). Vielmehr limitieren eher ökonomische Faktoren (z.B. verfügbare Hotelbetten oder erhältliche Flugtickets) die Anzahl der Touristen. Neben diesen Faktoren verhindert ein weiterer Faktor den Massentourismus: Es gibt eine tägliche „Mindestumtauschmenge“ von der Unterkunft, Verpflegung, Reiseführer usw. bezahlt werden können. Seit dem 1. Juli 2009 wurde dieser Tagessatz für Touristen auf 250 US Dollar angehoben. Darüber hinaus benötigt man ein Visum, welches nur in Verbindung mit einer Pauschalreise eingeholt werden kann, Individualreisen sind grds. nicht möglich und sämtliche Aktivitäten sind an registrierte Reiseunternehmen bzw. Reisegruppen gebunden.


Klima und beste Reisezeit für Bhutan:
Obwohl das Land so klein ist, ist das Klima ist in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich. Während im Süden subtropisches bis tropisches Klima vorherrscht, verfügen die Täler Zentralbhutans über ein gemäßigtes Klima mit kühlen Wintern und heißen Sommern. Im Gebirge wiederum sind die Winter sehr hart und die Sommer kühl. Besonders in den südlichen Gebieten des Landes kommt es während der Regenzeit (Juli und August) häufig zu Überschwemmungen.

Die beste Zeit für Reise ins Königreich Bhutan sind von März bis Juni sowie von September bis November.

Nützliche Links:
Einreisebedingungen/Sicherheitslage Bhutan: Auswärtiges Amt
Medizinische Ratschläge für Bhutan: Fit-for-Travel