Category: Jordanien

Die Felsenstadt Petra in Jordanien

Posted by – Freitag, 05. Februar 2010

 Petra Jordanien
Foto: eckwe/Pixelio Pixelio
Die Felsenstadt Petra im heutigen Jordanien war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Fassaden die Nabatäer direkt aus dem Fels meisselten, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal, das 1985 auch in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.

Petra gilt heute als eine der größten Sehens-würdigkeiten des Nahen Ostens. Tausende Besucher jährlich stehen beeindruckt vor den Palastgräbern mit ihren prunkvollen Fassaden und den reichen Verzierungen. In Petras Gebäuden mischen sich die Baustile der nabatäischen, griechischen und römischen Kultur. Besonders eindrucksvoll sind die 42 Meter hohen Fassaden des Klosters Ed Deir und des Tempels Kasr, die an die griechische Architektur angelehnt sind.

Um zur Felsenstadt Petra zu kommen, muss man eine enge, anderthalb Kilometer lange “Schlucht des Sik” im Gebirge von Edom überwinden. Über 1.000 Meter ragen die schroffen Felswände in die Höhe.

Vor etwa 2.000 Jahren zogen Händler, die Salz, Gewürze, Edelsteine, Gold und Silber zwischen dem Orient und Griechenland oder Rom transportierten an der Felsenstadt Petra vorbei. Die Kamelkarawanen machten in der schattigen Stadt Rast, um neue Kräfte zu sammeln.


Da sie hier aber auch Zoll zahlen mussten, gelangten die Einwohner Petras zu großem Reichtum und die Nabatäer-Könige wurden sehr mächtig.
Bis zu 20.000 Menschen lebten in dieser Blütezeit in der Metropole Petra. Die Nabatäer errichteten ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit grossen Tunneln und Wasserkammern. So konnte in der sonst so kargen Gegend Obst, Gemüse und Getreide gedeien. Ein Amphitheater sorgte für die Belustigung der Bevölkerung.

In den Jahren 363 und 551 erschütterten zwei Erdbeben die Felsenstadt. Die letzten Einwohner verließen Petra im Jahr 663, weil sie fürchteten, von den Araber angegriffen zu werden. Von diesem Zeitpunkt an verfiel die Stadt immer mehr und geriet lange in Vergessenheit. Nur noch einige Beduinen wussten, dass es sie gab, doch sie hielten ihr Wissen geheim.

Erst weit über tausend Jahre später, im Jahre 1812, entdeckte der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt die Felsenstadt wieder. Er hatte gehört, wie sich alte Beduinen über diesen verborgenen, sagenumwobenen Ort unterhielten. Er verkeidete sich als Scheich und liess sich von diesen Beduinen zur Felsenstadt führen. Petra war wieder entdeckt.

empfehlenswerte Literatur: