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Fotos: S.Thomas, yogilino und Sybille Mader/Pixelio Pixelio
Sommer 2010- lang, lang ist´s noch hin, steht doch jetzt gerade mal Weihnachten vor der Tür.
Die deutschen Reiseveranstalter haben natürlich längst ihre Pläne gemacht und die Kontingente für die Sommersaison 2010 sind eingekauft. Bisher galt ja immer: am Urlaub sparen die Deutschen zuletzt. Dass die Krise nun jedoch auch die Reisebranche erreicht hat, das sieht man deutlich, wenn man die neuen Kataloge durchblättert:
Neben der Grundtendenz “je weiter weg, desto günstiger” (zumindest verglichen zu früher) gibt es weitere Trends:
So werden Pauschalreisen deutlich billiger. Die Abschläge reichen von 5% für die Türkei bis hin zu 13% für Thailand. Der Grund ist simpel, viele Hotels sind seit dem Ausbruch der Krise nicht mehr ausgelastet und müssen die Preise senken, um Gäste ins Land und ihr Hotel zu locken.
Pauschalreisen werden auch deshalb günstiger, weil die Fluggesellschaften ihre Kerosinzuschläge abgeschafft oder reduziert haben.
Neben der grundsätzlichen Peisreduzierung gibt es einen weiteren Trend für die Sommersaison 2010: Nämlich den, zögernden Kunden mit großzügigen Stornoregeln entgegenzukommen. So wirbt z.B. Alltours mit einem “Vollkasko-Buchungsschutz” um Frühbucher. Wer sich schon jetzt für eine Reise aus den neuen Sommerkatalogen entscheidet, kann das bis zum Jahresende kostenlos widerrufen.
Einige Veranstalter offerieren kostenlose Stornierungen bei Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit und die TUI hat die Stornobedingungen für einzelne Städtereisen gelockert: Beim neuen Flex-Tarif kann der Kunde bis drei Tage vor der Abfahrt kostenlos von der Reise zurücktreten.
Die Reiseveranstalter Gebeco und Dr. Tigges, die im Wesentlichen Gruppenreisen verkaufen, haben auf die Krise in der Form reagiert, dass die Teilnehmerzahl für ihre Reisegruppen reduziert werden. Die Gäste müssen kaum mehr fürchten, dass eine gebuchte Reise wegen zu weniger Teilnehmer abgesagt wird.
Thomas Cook und Neckermann setzen dagegen auf die Familien: Geringe Festpreise für Kinder, mehr Babybetreuung und Kinderangebote. Auch das Angebot, Sonnenliegen und -schirme bereits bei der Buchung zu reservieren, soll dem Reisekonzern Kunden bringen.
Und schliesslich beschleunigt die Krise Entwicklungen, die sich schon länger abgezeichnet haben: So stieg und steigt das Interesse an All-inclusive-Reisen, also an einem Urlaub, dessen Kosten von vornherein kalkulierbar sind, weil sie feststehen. TUI rechnet damit, dass 55% (und damit 10% mehr als im Vorjahr) seiner Kunden sich im kommenden Sommer für diese Reiseform entscheiden. Das Angebot wurde entsprechend vergrössert.
Wer im nächsten Jahr wenig Geld ausgeben möchte, sollte allerdings ein Land meiden: Deutschland!
2009 war Deutschland ein beliebtes und gut gebuchtes Ferienziel; gerade deshalb bleiben die Preise auch 2010 entgegen dem Trend in anderen Ländern stabil.
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