Stadtführung einmal anders: Berlin “von unten”

Posted by – Donnerstag, 25. Februar 2010

 Berlin Potsdamer Platz
Foto: Peter Kirchhoff/Pixelio Pixelio
Wen es langweilt, eine Stadt immer nur zu Fuss oder per Hop-on-Hop-Off- Bus zu erkunden, dem bietet sich neuerdings auch die Möglichkeit, eine Stadt und ihrer Geschichte “von unten” zu erkunden. Denn auch unter der Oberfläche, in alten U-Bahn-Schächten, Bunkern, Kanalisationen kann man jede Menge Wissenswertes über die Vergangenheit lernen und oft ungeahnte Sehenswürdigkeiten einer Stadt entdecken.

Gerade Berlin eignet sich ganz wunderbar für einen solchen Perspektivenwechsel: schliesslich blickt Berlin wie fast keine andere Stadt in Deutschland auf eine bewegte Geschichte zurück:

Zweiter Weltkrieg, Teilung, Mauerbau, Kalter Krieg. Gerade im Untergrund finden sich Zeugnisse, die von der wechselvollen Vergangenheit Berlins erzählen: So können Besucher die unterirdische Ruinenlandschaft des ehemaligen Flakturms im Volkspark Humboldthain, den größten Berliner Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, besichtigen. Dass Berlin einst auch unter Tage eine geteilte Stadt war, zeigt sich bei einer Tour zu den Fluchttunneln an der Bernauer Straße, wo auf einer Länge von 350 Metern sieben der insgesamt 70 Berliner Fluchttunnel in den Westen gegraben wurden.

Der Verein Berliner Unterwelten bietet verschiedene Themenrouten und Führungen durch unterirdische Bunker- und Verkehrsanlagen an, die zwischen 9 und 16€ kosten.


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