Mit den Billig-Airlines leben wir schon lange.
Billig-Hotels sind da eher neu.
Ähnlich wie bei den Airlines, wo jeder Koffer oder jeder Snack extra kostet, bezahlt man in Billig-Hotels nun ebenfalls zusätzlich; den Föhn, die Klimaanlage oder frische Bettwäsche.
Eine echte Neuheit sind die “Tune Hotels”, der malaysischen Billighotel-Kette, die nicht nur an der ersten Europa-Location in London, unweit von Big Ben von sich reden macht, sondern dank eines innovativen Konzepts auch in Asien.
Das Konzept lautet: “Demand pricing“, herauskommt ein Service-Baukasten, bei dem für das zahlt, was man auch nutzt.
Allerdings meint das Tune-Hotel dies auch in jeder Kleinigkeit ernst; im Zimmer fehlen Minibar, Schreibtisch, Stühle und sogar das Telefon. Viel mehr als ein Doppelbett, eine Minigarderobe und ein Nachtkästchen haben im Mini-Zimmer des Londoner Tune-Hotels kein Platz.
Wer den Fernseher einschaltet, zahlt 2 Pfund, das gleiche gilt, wer mehr Platz für seinen Koffer benötigt und sein Gepäck in den Locker Room des Hotels stellt- ebenfalls für 2 Pfund.
Neue Bettwäsche nach nur einer Nacht? Kann man sich und der Umwelt eigentlich ersparen. Keine Seife und Shampoo? kein Problem, alles ist zu haben, aber eben dann für 1,50 Pfund extra.
Je früher man bucht, desto günstiger sind die Preise. 12.566 Personen gefällt das, wie man von der Tune-Hotel-eigenen Facebook-Community erfährt. Allein fürs London sind 14 weitere “Tunes” geplant, weltweit rund hundert Häuser- zwei Drittel davon in Indien.
Tune Hotels für 3 Dollar die Nacht gibt es zudem schon in Manila, Bangkok und Pattaya, in Jakarta und am Kuta Beach auf Bali.

















